{"id":504,"date":"2020-06-09T07:35:09","date_gmt":"2020-06-09T07:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/o-ttt-o.de\/?page_id=504"},"modified":"2023-03-24T13:09:38","modified_gmt":"2023-03-24T13:09:38","slug":"unsichtbarkiten-panorama-des-verschwindens","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/o-ttt-o.de\/?page_id=504","title":{"rendered":"Unsichtbarkeiten. Panorama des Verschwindens"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Unsichtbarkeiten<br><\/strong><strong>Panorama des Verschwindens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt steht Kopf. Ist unsere vermeintlich \u201eheile Welt\u201c gerade mehr und mehr im Begriff sich aufzul\u00f6sen? Gesellschaftliche und finanzielle Machtinteressen verdr\u00e4ngen funktionierende Mechanismen der Natur. Pflanzen, V\u00f6gel und Insekten sterben aus, ihre nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume verschwinden, Heimaten und Traditionen scheinen immer weiter zu zerfallen. Doch wann ist etwas wirklich nicht mehr vorhanden und wann ist es einfach nur in eine andere Form \u00fcbergegangen?<br>Die Gruppe OTTTO besch\u00e4ftigt sich mit dem Zersetzen von Ordnungen sowie mit den unterschiedlichsten Dingen, die sich im Laufe der Zeit ver\u00e4ndern, unsichtbar werden und verschwinden. Dazu geh\u00f6ren auch eigene und allgemeine Erfahrungen des Vergessens und das Verblassen von Erinnerungen. In der k\u00fcnstlerischen Auseinandersetzung mit diesen Themen widmen sich die drei K\u00fcnstler*innen dem Verlauf und \u00e4sthetischen Reiz des Verblassens, des Unscharf-Werdens, des Schemenhaft- und Abstrakt-Werdens. Bilder von Personen verschwimmen, Begebenheiten zerlegen sich in Bruchst\u00fccke und die Geschichte liest sich heute ganz anders als noch vor Jahren.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flex wp-container-3 wp-block-columns\">\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/kunst-und-kultur-neukoelln\/kulturorte\/galerie-im-koernerpark\/rueckschau\/\">Galerie im K\u00f6rnerpark<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flex wp-container-6 wp-block-columns\">\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"OTTTO  Unsichtbarkeiten  Panorama des Verschwindens\" width=\"800\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/iMtvsjxWoDo?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator alignwide has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Ka Bomhardt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In meinen Installationen, Objekten und Bildern geht es in dieser Ausstellung im Wesentlichen um ein Zerfallen von bisher Gekanntem, das wir als Ordnung, als Privatsph\u00e4re und gesellschaftlich Feststehendes ansehen. Als Tradition, Konvention und Benimm, als Sch\u00f6nes und Verl\u00e4ssliches. Hier wird aus dem Verl\u00e4sslichen das Verlassene, das Aufgegebene, sich Aufl\u00f6sende. Zur\u00fcckgelassen und durcheinander gebracht, das Falsche bewahrend, schleichen sich Umzugs- und Fluchtgedanken ein. Die Umbr\u00fcche in der Weltenordnung , das Liegengelassene, das Gewesene zeigt sich hier in Fragmenten; ein halber Schrank, ein durchl\u00f6cherter Lampenschirm, Mottenbilder, leere Hauben und Statuenst\u00e4nder, schr\u00e4ge Bahnen, Reste des Privaten, archivierte Insekten anstatt lebendiger Natur. Eine in eine unendliche Dimension f\u00fchrende Mustertapete, zarte Naturzeichnungen und Filme vom \u00dcberfluss in unserer Gesellschaft f\u00fchren uns in fast ironische, traurige und humorvolle Inszenierungen. Die Wand verschwindet in der Wand, unter der Glashaube liegt Staub, &#8230;.und es gibt Tee !<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_0_placeholder\n\n\n\n<div style=\"height:13px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flex wp-container-9 wp-block-columns\">\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\">\n<figure><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Qik-g-8nA4A?rel=0\" allowfullscreen=\"\" width=\"876\" height=\"493\"><\/iframe><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8222;Woher, Wohin&#8220;, Video von Ka Bomhardt<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator alignwide has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Angela Lubic<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Installation <em>Panorama des Verschwindens<\/em> besteht aus 10 Sperrholzplatten, die zusammenh\u00e4ngend ein aus N\u00e4gel und F\u00e4den gespanntes 12 Meter langes und 4 Meter hohes Bergpanorama zeigen. \u201eAnfang mit vielen Strichen, Verdichtungen, die schattigen T\u00e4ler oder baumbestandene H\u00e4nge assoziieren lassen. Dann aber lassen die Fadenverbindungen nach, als w\u00fcrde der Weg schwer, schlaff h\u00e4ngen sie von den N\u00e4geln herab, und die Landschaft verliert ihre Konturen\u201c*. Die Panoramaplatten stehen an der Wand angelehnt und rutschen immer mehr in den Raum hinein bis zu den letzten absolut weissen Platten, die auf den Boden gerutscht sind.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aufl\u00f6sen<\/em>, Animation, 2:18 min<br>\u201eErinnern. Jeder Buchstabe schreibt sich ruckweise vor den Augen der Betrachter. Ein Faden h\u00e4kelt sich f\u00fcr die Linie um N\u00e4gel, vor, zur\u00fcck, wieder vor. Langsam entsteht so das Erkennen des Wortes, noch bevor es ganz fertig ist, und langsam l\u00f6st es sich auch wieder auf, wenn der Faden zur\u00fcckspult. Das ist eine sinnliche Analogie zur Arbeit des Ged\u00e4chtnisses, das manchmal Bilder in den Vordergrund spielt, die erst detailreich scheinen, aber je mehr man sich m\u00fcht, Einzelheiten zu fassen zu bekommen, desto schneller entziehen sie sich wieder.\u201c* <em>aus Taz vom 11.5.2020 von Katrin Bettina M\u00fcller<\/em><br><em>Die Worte ERINNERN, VERSCHWIMMEN, VERDR\u00c4NGEN, GLAUBEN, VERBLASSEN, VERGESSEN, ENTSCHWINDEN, AUFL\u00d6SEN <\/em>stehen f\u00fcr Ged\u00e4chtnisverlust und das Verblassen von Erinnerungen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sekunden eines Tages<\/em><br>Eine 4 Meter lange Papierbahn mit 86400 ausgestanzten L\u00f6chern h\u00e4ngt von der Decke, welche die Sekunden eines Tages sichtbar machen.<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_1_placeholder\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flex wp-container-12 wp-block-columns\">\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\">\n<figure><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rR6DsML_bd0?rel=0\" allowfullscreen=\"\" width=\"560\" height=\"315\"><\/iframe><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8222;Aufl\u00f6sen&#8220;, Animation von Angela Lubic, 2:18 min<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\">\n<p><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator alignwide has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:14px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Oliver Oefelein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ger\u00fcste.Situationen;<\/em>&nbsp;Installation, die das Thema&nbsp;\u201cVerblassen von Erinnerungen&#8220; verhandelte, mit Filmloops: &#8222;J\u00fcrgen&#8220;, &#8222;Rainer&#8220; ,&#8220;Sascha&#8220; und &#8222;Angela&#8220;.&nbsp;Je gegenw\u00e4rtiger die Erinnerung, desto sch\u00e4rfer und bunter der Film; je weiter die Erinnerung zur\u00fcck lag, desto verblasster, verschwommener, oder&nbsp;\u2013&nbsp;durch Mehrfach-Projektion und erneutem Abfilmen \u2013&nbsp;&nbsp;verfremdeter, waren die filmischen Erinnerungsfetzen.&nbsp;Bei den Protagonisten in den Filmloops handelt es sich um reale Weggef\u00e4hrten, von denen ich Filmmaterial z.T. aus anderen Kunstprojekten besa\u00df, oder f\u00fcr das Projekt erneut aufsuchte; darunter ein ehemalige Nachbar (&#8222;J\u00fcrgen&#8220;), ein Freund (&#8222;Sascha&#8220;) der wegzog und so &#8222;verloren&#8220; ging und mein verstorbener Vater (&#8222;Rainer&#8220;). Angela stellte mir einen Film aus Ihrer Kindheit, sowie einen an gleichem Ort an der Elbe&nbsp;als Erwachsene&nbsp;nachgestellten Film zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Bernstein,<\/em>&nbsp;2014-2022; eingeschlossene Endoskelette vermeintlich ausgestorbener pr\u00e4historischer Insekten. Das kommt einer pal\u00e4ontologischen Sensation nahe, da die uns bekannten Insektenarten ausschlie\u00dflich&nbsp;\u00fcber Exoskelette verf\u00fcgen. Das Endoskelett ist dagegen&nbsp;\u2013&nbsp;nach bisheriger Annahme&nbsp;\u2013&nbsp;&nbsp;gemeinsames Merkmal der Wirbeltiere (Vertebrata).&nbsp;Ausgel\u00f6st durch einen Arbeitsstipendium am Baltischen Meer in Litauen, wo ein reger Handel von Bernstein und Bernsteinschmuck existiert, entstand das Interesse an eingegossenen pal\u00e4ontologischen Fundst\u00fccken. F\u00fcr die Ausstellung entstand als Gemeinschaftsarbeit eine Vitrine in der neben diesen Funden eine Insektensammlung von Ka Bomhardt pr\u00e4sentiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Implantierte Erinnerung;<\/em>&nbsp;Tesafilm-Installation, Schatten und gemalter Lichtsaum (auf Wandfl\u00e4che), die ein Gitterbett aus Kinderperspektive&nbsp;entsprechend vergr\u00f6\u00dfert&nbsp;nachzeichnen. Ein Geschehen aus Kleinkindzeit h\u00e4lt schemenhaft durch fortw\u00e4hrendes Erz\u00e4hlen Einzug ins eigene Ged\u00e4chtnis.&nbsp;<\/p>\n\n\n\nngg_shortcode_2_placeholder\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flex wp-container-15 wp-block-columns\">\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\">\n<figure><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/z4NiKc7tMDA?rel=0 \" allowfullscreen=\"\" width=\"560\" height=\"315\"><\/iframe><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator alignwide has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/o-ttt-o.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Tagesspiegel.jpg\">Presseartikel Tagesspiegel vom 2.6.2020<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/o-ttt-o.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/A0004-e1589282918601.jpg\">Presseartikel taz vom 11.5.2020<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/o-ttt-o.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Berliner-Zeitung_4.3.jpg\">Presseartikel Berliner Zeitung vom 4.3.2020<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UnsichtbarkeitenPanorama des Verschwindens Die Welt steht Kopf. 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Pflanzen, &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/o-ttt-o.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/504"}],"collection":[{"href":"https:\/\/o-ttt-o.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/o-ttt-o.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/o-ttt-o.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/o-ttt-o.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=504"}],"version-history":[{"count":42,"href":"https:\/\/o-ttt-o.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/504\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":654,"href":"https:\/\/o-ttt-o.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/504\/revisions\/654"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/o-ttt-o.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=504"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}